Therapeutisches Reiten

 

Das Therapeutische Reiten umfasst drei Bereiche:

 

 

- Die Hippotherapie, eine krankengymnastische, bewegungstherapeutische Maßnahme auf dem Pferderücken

- Den Reitsport für Behinderte, ein Freizeitangebot für sportfähige Menschen mit Behinderung

- Das heilpädagogische Reiten.

 

Ich biete Ihnen das heilpädagogische Reiten an, das den pädagogischen und psychologischen Bereich abdeckt.

 

Im Vordergrund steht nicht „Reiten zu lernen“, vielmehr werden die Pferde als „Co-Pädagogen“ zur individuellen Förderung eingesetzt. Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit unterschiedlichen körperlichen, psychischen, sozialen und geistigen Entwicklungsstörungen erleben eine positive Beeinflussung der Entwicklung, des Befindens und des Verhaltens.

Pferde sprechen Menschen ganzheitlich an: emotional, geistig und sozial. Hierdurch können positive Fähigkeiten gestärkt und ausgebaut werden. Einige Beispiele:

 

 

Emotional / kognitiver Bereich

  • Abbau von Ängsten und Aggressionen
  • Einlassen auf Nähe
  • Ich-Stärkung
  • Förderung von innerer Ruhe und Entspannung
  • Stärkung von Mut und Selbstvertrauen
  • Verbesserung der Frustrationstoleranz und Ausdauer
  • Verbesserung der Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Förderung der Vorstellungsfähigkeit und Sprachentwicklung

 

Sozialer Bereich

  • Kontaktbereitschaft, Kooperation und Respekt gegenüber anderen
  • Verbale und nonverbale Kommunikation
  • Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme
  • Strukturen und Grenzen erkennen und einhalten
  • Vertrauen aufbauen und verantwortlich handeln
  • Tierliebe
  • Aufbau von Beziehungen zum Pferd und zu Menschen

 

 

Motorischer Bereich

  • Verbesserung der körperlichen Stärke und Ausdauer
  • Abbau von Spannungen
  • Förderung der Grob- und Feinmotorik
  • Verbesserung des körperlichen Gleichgewichts
  • Verbesserung der Körperkoordination

 

Sensorischer Bereich

  • Stärkung der Eigenwahrnehmung
  • Verbesserung des Gleichgewichts
  • Berührungsreize
  • Bessere Verarbeitung der Wahrnehmung im visuellen und auditiven Bereich

 

In den Ablauf einer Therapieeinheit werden alle anfallenden Aufgaben „Rund um das Pferd“ einbezogen: Das Pferd wird geputzt, für das Reiten vorbereitet, geführt und anschließend versorgt. Wichtig ist hierbei, dass Mensch und Pferd eine gute Beziehung aufbauen und ein sicherer Umgang mit dem Pferd erlernt wird.

Je nach Wunsch und Ziel erfolgt die Arbeit in Einzeleinheiten oder in einer Kleingruppe. Bei den Gruppenangeboten wird nicht zwischen Kindern mit und ohne Entwicklungsstörung unterschieden.

Zusätzlich ist die Erlebnispädagogik eine besonders gute Möglichkeit, im Umgang mit Pferden soziale Kompetenz zu erwerben und auch Nähe, Geborgenheit und Abenteuer zu erleben. Hierzu finden regelmäßig Projekte, wie z. B. Zirkus, Detektive zu Pferd, Schatzsuche, Ritterspiele statt oder der „Ponypass“ kann erworben werden. Lernen durch Erleben steht hierbei im Vordergrund und natürlich soll auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Die Angebote sind offen für Kinder mit und ohne Entwicklungsstörungen und fördern die Kooperation, den Respekt und die Kommunikation untereinander.

Erlebnispädagogische Ansätze, speziell auf Kinder abgestimmt, sind die Grundlagen dieser Angebote. In der Bildergalerie finden Sie Fotos, die Ihnen einen Eindruck dieser Projekte ermöglichen.